26.04.16 16:35 Alter: 2 Monat(e)

Ein erster Schritt zum autonomen Fahren der Lkw

Der Wettbewerb "European Truck Platooning Challenge", die erste im Konvoi vernetzte Fahrt überhaupt mit teilautonomen Lkw in Europa, fand Anfang April 2016 statt.

Sechs Hersteller nahmen an diesem Meilenstein teil und fuhren Lkw im Platoon von Brüssel in Belgien nach Rotterdam in den Niederlanden. Die Initiative zog weltweite Aufmerksamkeit auf sich, da dies das erste Mal war, das autonome Fahrtechnologie für Lkw auf öffentlichen Straßen getestet wurde. Sie zeigte auch die Grenzen auf, die einem schnellen Vorantreiben dieser Technologie durch die aktuelle Infrastruktur und durch Bestimmungen obliegen.

Interviews mit Innovationsexperten von CNH Industrial und dem Präsidenten Pierre Lahutte der Marke Iveco zeigten die aktuellen Probleme und Schritte des Unternehmens und seiner Partner auf, die Platooning-Technologie in die nächste Phase zu bringen. Die Haupterkenntnis aus der Challenge ist, dass europäische Lkw-Hersteller für die Einführung dieser Technologie bereit sind, aber auch auf die Kooperation der Regierungen und Institutionen angewiesen sind, die den Weg dafür ebnen müssen.

Truck-Platooning bezeichnet die Vernetzung von zwei oder drei Lkw in einem Konvoi. Dabei fährt ein Lkw mithilfe von Konnektivitätstechnologie und Assistenzsystemen für autonomes Fahren möglichst dicht auf den Lastwagen vor ihm auf. Der erste Lkw des Konvois ist das Führungsfahrzeug und die Lkw hinter ihm reagieren auf seine Änderungen der Fahrtrichtung und Geschwindigkeit und übernehmen diese. Wenn das Führungsfahrzeug des Konvois beispielsweise bremst, bremsen auch alle anderen Fahrzeuge im Platoon. Platooning kann dazu beitragen, dass Transporte sicherer, sauberer und effizienter sind, wobei auch der Kraftstoffverbrauch durch verbesserte Fahrpraktiken verringert wird. Und die CO2-Emissionen können bis zu 10 % reduziert werden.


 

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