05.04.06 12:21 Alter: 11 Monat(e)

Roth: Bund fördert Binnenschifffahrt

Schiffstaufe des GMS "Stadt Heilbronn" 31. März 2006, Nr.: 104/2006

"In einem breiten Infrastrukturangebot eines modernen Industriestaates verkörpern Binnenschiffe einen optimalen Verkehrsträger. Insbesondere das System Binnenschiff und Binnenwasserstraße wird den Ansprüchen an die Verkehrsdrehscheibe Deutschland in einem zusammen wachsenden Europa gerecht." Das sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsminister, Karin Roth, heute anlässlich der Schiffstaufe des GMS "Stadt Heilbronn".

Das Trockengütermotorschiff "Stadt Heilbronn" wird von der Reederei Schwaben GmbH in Dienst gestellt. Das 105 Meter lange und 11,45 Meter breite Einschrauben- Motorschiff wurde in Doppelhüllen-Bauweise gefertigt. Nach den Plänen der Reederei soll es vornehmlich für den Transport von Industriesalzen eingesetzt werden.

Zum Jahresbeginn hatte die Bundesregierung bereits mit einem Kabinettsbeschluss durch die Neuregelung im § 6b Einkommensteuergesetz die Finanzierung neuer Binnenschiffe erleichtert und es ermöglicht, stille Reserven aus einem Schiffsverkauf bei Erwerb eines neuen Binnenschiffes zu übertragen. "Die Neuregelung ist eine wichtige Verbesserung der steuerlichen Standortbedingungen für die deutsche Binnenschifffahrt. Sie stimuliert Investitionen in die Binnenschiffe und verbessert die Wettbewerbsposition gegenüber ausländischen Wettbewerbern deutlich", sagte Karin Roth.

Neben den Anstrengungen, die die Bundesregierung für das Binnenschifffahrtsgewerbe unternimmt, werde auch der Erhalt der Binnenwasserstraßen weiterhin unterstützt.

"Eine jetzt vorgelegte aktuelle Studie über die Entwicklungspotenziale von Güterschiffen über 110 Meter Länge auf dem Neckar kommt zu dem Ergebnis, dass eine Verlängerung der Schleusenkammern auf lange Sicht volkswirtschaftlich rentabel ist", sagte Karin Roth.

"Das Land soll sich, wie andere Länder das in vergleichbaren Fällen getan haben, an der Realisierung der Schleusenverlängerung beteiligen", forderte Roth weiter.

Der Bund führt am Neckar an Schleusen, Wehren und Schleusenkanälen bereits umfangreiche Ersatzinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 330 Millionen Euro durch. Aufgrund des Alters der Anlagen sind diese unumgänglich und dringlich, um den Betrieb sicher zu stellen.


 

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